Mit feinen Sensoren

Dirk & Christa Lüling

Mit feinen Sensoren

Hochsensitive Kinder verstehen und ins Leben begleiten

ISBN: 978-3-940188-77-9

143“Gelassene Eltern sind besser als perfekte Eltern”, diesen Satz möchte ich gleich am Anfang als Beruhigung zitieren. Wenn wir entdecken, dass unsere Kinder hochsensibel bzw. hochsensitiv sind, betrachten wir das Begleiten der Kinder als besondere Aufgabe. Immerhin ist die Nähe der Eltern für hochsensitive Kinder (HSK) oft der einzige Schutz um in dieser Welt zurecht zu kommen. HSK stehen immer in Kontrast zu den 80% “normal sensitiven” bzw. “nicht sensiblen” Kindern.

“Mit feinen Sensoren” beschreibt zuerst die chemischen und neurologischen Prozesse im Körper eines HSK, diese sind oft um ein vielfaches stärker und manchmal stehen sie sogar im Widerspruch zu der Mehrheit der Menschen. Dann aber geht es schon bald darum, wie HSK zur inneren Ruhe finden können. Was nach außen hin wie ein langweiliges Leben aussieht, kann für HSK genau die richtige Menge an Reizen sein. Plötzliche Späße zu Beispiel können für HSK schon ein Schrecken sein. Überhaupt sollten wir die Reize gering halten. Ein zu heißes Essen ist für die meisten Menschen unangenehm, für HSK jedoch kann es bereits schmerzhaft sein. Die Sinnesorgane sind in allen Bereichen weniger geschützt.

Ein großer Unterschied besteht dann noch zwischen introvertierten und extrovertierten HSK. Während die ersteren sich langsam an Situationen herantasten, gehen die extrovertierten schnell drauf los, sind aber ebenso schnell total erschöpft. HSK möchten gerne alles richtig machen, haben einen hohen Gerechtigkeitssinn und leiden mit, wenn sie Ungerechtigkeiten sehen. Meist haben sie dadurch weniger Freunde. Introvertierte HSK brauchen viel Zeit alleine, 1 Highlight pro Tag ist meist schon genug. Geregelte Abläufe helfen dem Kind und geben Sicherheit.

Dirk und Christa Lüling haben ganz viele Beispiele beschrieben, die Mutter von Lucas hat besonders viele Erlebnisse mitgeschrieben. Erfahrungsberichte decken alle Altersklassen ab, vom Baby- bis zum Teenager und sogar darüber hinaus. Manche Erwachsene erzählen von ihrer Kindheit als HSK. Die “Lebensfindung” hat meist etwas länger gedauert, viel Unverstandenheit brauchte Zeit zum heilen.

(kleo)

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