Albert Schweitzer

31. Albert Schweitzer

Albert Schweitzer – Berufung zum Leben

Ken Gire

Albert Schweitzer

Berufung zum Leben

ISBN: 978-3-7751-5453-6

Allgemein bekannt, ist auch mir Albert Schweitzer schon lange ein Begriff. Aber erst in dieser Woche habe ich ein Buch über ihn gelesen.

Sein Leben, von 1875 bis 1965, war 90 Jahre lang spannend. Hochbegabt lernte er mit 5 Jahren Klavier spielen und mit 8 Jahren konnte er auch schon die Orgel spielen. Bald wurde er zum Spezialisten für Musik von Johann Sebastian Bach.

Mit zwei akademischen Titeln (Doktor für Philosophie und für Theologie) entschied er sich, sein Leben ab dem 30. Geburtstag der Menschheit zu widmen. Er begann ein drittes Studium und wurde Arzt, mit Spezialausbildung für Tropenmedizin.

Als Kind hatte er einen Artikel über die Not der Menschen in Gabun, im westlichen Afrika, gelesen. Dieser Artikel hatte ihn bewegt, als Arzt nach Lambarene in Gabun zu reisen um für die Menschen da zu sein. Da niemand anderer das Krankenhaus baute, wurde der dreifache Doktor zum Handwerker und baute selber ein Haus nach dem anderen.

Im Umkreis von 1500 km war er der einzige Arzt und hatte von Anfang an mehr als genug Arbeit. Als der 1. Weltkrieg ausbrach, wurde er als Kriegsgefangener nach Frankreich gebracht. Erst Jahre später konnte er nach Lamarene (Gabun) zurück, um fast wieder von vorne zu beginnen.

Weltberühmt wurde Albert Schweitzer sowohl als Arzt, als Philosoph und auch als Musiker. Mit Konzerten und Vorträgen sorgte er für die finanzielle Grundlage seines Krankenhauses, welches zu einem Krankenhauskomplex von 75 Häusern heranwuchs.

Eingebunden in die Natur des Urwalds, engagierte sich Schweitzer bereits vor 80 Jahren als Ökologe, er prägt den Begriff “Ehrfurcht vor dem Leben” und meinte damit sowohl das Leben der Menschen, als auch der Tiere und Pflanzen.

Dem Autoren, Ken Gire, gelingt es wunderbar, uns mitzunehmen in den Dschungel Gabuns, in ein Vorzeigekrankenhaus, wo Barmherzigkeit genau so wichtig ist wie die medizinische Arbeit. Er beschreibt das Leben eines Mannes, der seine Berufung voll ausgekostet hat, der sich nicht vor “kleinen Arbeiten” scheute und bei Rückschlägen immer wieder neu begann.

(Leopold Kleedorfer)

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