70 Tage unter der Erde

José Henriquez

70 Tage unter der Erde

ISBN: 978-3-7655-4241-1

135aJosé Henriquez hatte mit seinen 54 Jahren schon in vielen Bergwerken Chiles gearbeitet. Dabei hatte er auch schon einige Unglücksfälle erlebt und überlebt. Unter anderem die Überflutung in El Alfalfal. Die Mine San José in der Atacam-Wüste galt allgemein als sehr gefährlich. Die Sicherheitsbestimmungen wurden nur sehr minimal bis gar nicht eingehalten. Erfahrene Bergmänner lernen einen Berg so gut kennen, dass sie sein Rumoren schon deuten können. So war es auch in San José, doch die Minenbetreiber zögerten Änderungen immer weiter hinaus.
Am 5. August 2010 geschah das Unglück, welches 33 Bergleute in 700 m Tiefe einschloss. Dabei war es noch besonders, dass keiner von ihnen verletzt wurde. Mit den Scheinwerfern eines Baggers und dessen Batterien konnten sie Licht haben. Schmutziges Gebrauchswasser rettete ihnen ebenfalls das Leben, wie genügend Sauerstoff. Doch da war die bange Frage, ob sie jemals jemand finden würde. Ja sogar, ob überhaupt jemand nach ihnen suchen würde oder ob sie gleich mit 0 % Überlebenschance für tot erklärt würden.
José Henriquez glaubte an Gott und lud die anderen Kumpels ein, mit ihm für die Rettung zu beten. Immer mehr von ihnen nehmen an 2 täglichen Gebetsversammlungen teil. Der Glaube an Gott stärkt ihr Durchhaltevermögen und der Herr Jesus wird ihr 34. Bergmann. In praktischer Hinsicht teilen sie sich in 3 Gruppen zu je 11 Männern um kleine Arbeiten zu erledigen. Die wenigen Nahrungsmittel rationieren sie in kleinste Einheiten.
Und wirklich, am 17. Tag kommt ein Rettungsbohrer bei ihnen an. Auf diesen bringen sie mit Farbe eine Nachricht an und somit beginnt der Kontakt mit der Außenwelt. Durch ein kleines Rohr werden sie nun mit Lebensmitteln und Bibeln versorgt.
Die eigentliche Rettung zieht sich noch lange hin. Eine große Bohrung zu machen wäre viel zu gefährlich und könnte einen noch größeren Einsturz nach sich ziehen.
So wird eine Kapsel entwickelt, womit ein Mann nach dem anderen gerettet werden sollte. Das geschieht am 70. Tag nach dem Unglück. Schon während der Zeit im Berg berichten weltweit die Nachrichtensender über die 33 Männer, welche in 700 m Tiefe eingeschlossen sind. Bei der Bergung schauen schätzungsweise 1 Milliarde Menschen auf den Bildschirmen zu.
Das Leben wurde für alle Bergleute ein anderes. Der Autor selbst wird vielerorts eingeladen, seine Geschichte zu erzählen. Alle 33 werden zusammen mit ihren Frauen zu einem Urlaub in Israel eingeladen, um das Land Gottes, dem sie die Ehre gegeben haben, mit eigenen Augen zu sehen.
Manche von ihnen wollen nie wieder in einer Mine arbeiten, José Henriques ist jedoch schon wieder bereit dazu.

(kleo)

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