Auf den Spuren der Täufer (Nö+Bgld.)

Reinhold Eichinger (Hrsg.)

“Auf den Spuren der Täufer”

(Niederösterreich und Burgenland)

ISBN: 978-3-95776-133-3

TäuferKonrad Grebel war der erste Täufer in der Reformation. Am 21. Jänner 1525 taufte er Georg Blaurock, welcher dann jenen auch taufte. Grebel und Blaurock wirkten hauptsächlich im Züricher Oberland. Nach einem Gefängnisaufenthalt starb Grebel an der Pest. Felix Mantz wurde in der Limmat bei Zürich ertränkt. Wilhelm Reublin ging nach Waldshut in Deutschland und gewann Balthasar Hubmaier. Es ging den Täufern um eine „Fortsetzung der Reformation“ … sie möchten die Errettung durch Jesus Christus annehmen, ins Leben einbeziehen, bis ins Alltägliche umsetzen … um eine Lebens- und Herzensveränderung der Einzelnen, nicht um eine neue Religion. Die Predigten der Täufer hatten immer 2 Schwerpunkte: Das Eingestehen der eigenen Schuld und den Ausweg, die Rettung von dieser Schuld im Evangelium. Michael Sattler verfasste 1527 das Schleitheimer Bekenntnis. Ein Glaubensbekenntnis der Täufer, also bereits 3 Jahre vor dem Augsburger Bekenntnis der Lutheraner. Hutterer waren Täufer aus Tirol, welche unter der Führung von Jakob Hutter ebenfalls nach Mikulov kamen. Hier wuchs die Täufergemeinschaft auf über 20.000 Personen an. Leonard von Liechtenstein war viele Jahre ihr Schirmherr, bis sie dann auch Südmähren verlassen mussten. Über die Slowakei und Westungarn, dem heutigen Burgenland fanden sie den Weg nach Siebenbürgen. In diesem Buch sind ganz viele Orte aus Niederösterreich und dem Burgenland erwähnt, wo bis heute Spuren der Täufer gefunden wurden. Sei es im Handwerk, auf Dokumenten, durch Straßen- und Familiennamen und in Gefängnisprotokollen. Ein herzliches Dankeschön an den Hutterischen Geschichtsverein, deren Mitglieder immer mehr Informationen zu Tage fördern.

(kleo)

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